Fuhrwerkswaage & Mounainview Gallery . Köln
THOMAS WREDE
WEISS WAR DER SCHNEE
Eröffnung der Doppelausstellung
AM 20. MÄRZ UM 18 UHR
Es sprechen:
Thomas Wrede und
Dr. André Baumeister, Geowissenschaftler
Der Kunstraum FUHRWERKSWAAGE & MOUNTAiNVIEW GALLERY nehmen den "Tag der Gletscher" (21.03., initiert durch die Vereinten Nationen), zum Anlass, die Doppelausstellung mit einem Gespräch über Gletscher am 20. März um 18:00 zu eröffnen.
Thomas Wrede stellt sein langjähriges Fotoprojekt über alpine Gletscher vor und Dr. André Baumeister zeigt die große Bedeutung von Gletschern auf.
Die Fotoausstellung in der Fuhrwerkswaage ist, zu folgenden Zeiten zu sehen:
Sa. 21. und So. 22 März sowie Sa. 28. und So. 29. März
Jeweils von 14 –18 Uhr
Das 9-teilige Panoramafoto (2 x 15 m) vom verhüllten Rhonegletscher ist an der Außenwand, bis zum 30.4. zu sehen.
FUHRWERKSWAAGE & MOUNTAINVIEW-GALLERY
Bergstrasse 79
D-50999 Köln-Sürth
www.fuhrwerkswaage.de
mail@fuhrwerkswaage.de
Pressetext Fuhrwerkswaage
Anlässlich dem "Tag der Glestcher" am 21. März, initiert von den Vereinten Nationen, findet in der Fuhrwerkswwage folgende Veranstaltung statt:
Unter dem Titel „Weiß war der Schnee“ zeigt die FUHRWERKSWAAGE Fotografien des Künstlers Thomas Wrede, die am und im Rhonegletscher entstanden sind. Seit 2017 arbeitet Wrede an Werkreihen zum Abschmelzen alpiner Gletscher. Die MOUNTAINVIEW-Gallery an der Ostwand der Halle ergänzt diese Thematik mit einem 16 Meter breiten Panorama.
Wredes Aufnahmen führen in das Innere einer Eishöhle ebenso wie an ihre äußeren von Vliesbahnen und Folien überzogenen Flächen – Schutzmaßnahmen, die selbst Teil eines komplexen Eingriffs in fragile Systeme sind. Gletscher sind Gedächtnisse der Erde. In ihren Schichten lagern Spuren von Jahrhunderten – Atmosphären, Temperaturschwankungen, Partikel, Zeit. Mit ihrem Schwinden verschwindet nicht nur Eis, sondern ein Archiv.
Die Bilder bewegen sich zwischen Präzision und Irritation. Sie zeigen das Eis als Schichtung von Zeit und als verletzliche Oberfläche, in der sich natürliche Prozesse und menschliche Eingriffe überlagern. Risse, Luftblasen, Durchlichtungen: Der Wandel wird sichtbar, ohne ins Spektakuläre zu kippen.
Zur Eröffnung am 20. März sprechen sowohl der Künstler über seine Arbeit, wie auch der Geowissenschaftler Dr. André Baumeister. Seine Arbeit verbindet Forschung, Lehre und Wissenschaftskommunikation mit praktischer Erfahrung aus zahlreichen Exkursionen in alpine und polare Regionen. In seinem Vortrag gibt er Einblick in die Funktion von Gletschern als klimatische Archive und beleuchtet die Folgen ihres Rückgangs – auch im Hinblick auf Landschaften und Wassersysteme in Europa.
Die Ausstellung versteht sich nicht als Mahnung, sondern als Denkraum. Sie bringt künstlerische und wissenschaftliche Perspektiven zusammen und richtet den Blick auf das, was sich verändert – oft leise, aber unumkehrbar.
Begleitend zur Ausstellung wird eine Edition aus der Werkreihe „Rhonegletscher II“ in limitierter Auflage angeboten.